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Paddeln im Spreewald

Der Spreewald ist ein UNESCO-Biosphärenreservat mit über 276 km schiffbaren Fließen für Kanu und Kajak. Die Gewässer sind flach und ruhig, die Einstiege in Lübbenau, Burg und Lübben gut erreichbar. Touren gibt es von kurzen Abendrunden bis zu Ganztagesstrecken. Eines der zugänglichsten Paddelgebiete Deutschlands.

Warum paddeln im Spreewald?

Der Spreewald gehört zu den besten Paddelgebieten Deutschlands: ruhiges, flaches Wasser, über 276 Kilometer schiffbare Fließe und Touren für jede Länge. Vom Feierabend bis zur Tagestour.

Rund 100 Kilometer südöstlich von Berlin verzweigt sich die Spree zu einem eiszeitlichen Binnendelta: dem Spreewald (niedersorbisch Błota). Das Gewässernetz umfasst rund 1.500 Kilometer Fließe und Kanäle. Davon sind nach UNESCO-Angaben mehr als 276 Kilometer schiffbar. Für Kanu und Kajak bedeutet das Wasser unter Laubdach, hölzerne Brücken, handbetriebene Schleusen und selten starker Strom.

Seit 1991 ist die Region UNESCO-Biosphärenreservat auf etwa 475 km². Vom Boot aus erlebst du Auen, Erlenwälder und feuchte Wiesen hautnah. Oft begegnest du Libellen, Wasservögeln und manchmal Otter oder Biber. Einsteiger finden kurze, übersichtliche Runden. Fortgeschrittene kreuzen stundenlang durch das Labyrinth.

Welche Einstiege gibt es im Spreewald?

Die klassischen Tore zum Oberspreewald sind Lübbenau, Burg und Lübben. Von dort startest du auf ruhigen Hauptwegen und kannst in schmalere Seitenarme abbiegen, die große Kähne seltener befahren.

  • Lübbenau. Beliebter Start für Runden durch den Oberspreewald und Tor zur Kahnfahrt. Mehr im Guide Paddeln in Lübbenau.
  • Lehde. Inseldorf mit Fließen statt Straßen, erreichbar ab Lübbenau. Denkmalgeschützt und im Sommer stark befahren. Mehr im Guide Paddeln in Lehde.
  • Raddusch. Ruhiger Start zwischen Lübbenau und Burg mit Naturhafen und Bahnanschluss. Mehr im Guide Paddeln in Raddusch.
  • Burg. Einstieg mit vielen Fließverzweigungen. Ideal für Halbtags- und Tagestouren im Netz der Kanäle. Partner vor Ort: Bootsverleih Spreeaue.
  • Lübben. Tor zwischen Ober- und Unterspreewald. Gut für Touren Richtung Schlossinsel und ruhigere Wasserwege. Mehr im Guide Paddeln in Lübben.

Praxis-Guides für den ersten Tag

Vor dem Start lohnen sich die Anfänger-Checkliste (Packliste und Routenwahl) und der Guide zu Schleusen.

Welche Kanu-Touren eignen sich am besten?

Im Spreewald wählst du Länge und Tempo selbst. Von der kurzen Runde bis zur großen Querung. Du bist nicht an eine einzelne Flusslinie gebunden.

  • Kurze Runde. Ein bis zwei Stunden durch enge Fließe, vorbei an Brücken und Gärten. Ideal zum Ankommen.
  • Halbtagestour. Mehrere Stunden im Labyrinth, mit Zeit für Pausen an öffentlichen Anlegestellen.
  • Tagestour. Längere Strecken durch Erlenwälder und Seitenarme, bis hin zur großen Spreewaldquerung.

Ausgewählte Top-Routen mit Karte findest du weiter unten.

Welche Regeln gelten beim Paddeln?

Im UNESCO-Biosphärenreservat gelten verbindliche Paddelregeln zum Schutz von Flora und Fauna. Die vollständigen neun Regeln findest du beim Tourismusverband Spreewald.

  • Verlasse dein Boot nur an gekennzeichneten, befestigten Ein- und Ausstiegsstellen. Im inneren Spreewald (Naturschutzgebiet) darfst du das Boot nicht in freier Natur verlassen.
  • Trage Boote an Schleusen um oder nutze Bootsrollen. So vermeidest du unnötigen Wasserabfluss, besonders im Sommer und bei Niedrigwasser.
  • Spreewaldkähne haben stets Vorfahrt. Fahre möglichst rechts und überhole mit ausreichend seitlichem Abstand, damit die Ufervegetation nicht beschädigt wird.
  • Halte Abstand zum Ufer. Fahre nicht in Schilf oder Wasserpflanzenteppiche und reiße keine Pflanzen ab.
  • Paddel ruhig und leise. Paddeln ist nur bis eine Stunde nach Sonnenuntergang gestattet. Der Spreewald braucht seine Nachtruhe.
  • Zelte und mache Feuer nur an offiziellen Plätzen. Lass keinen Müll zurück. Auf dem Wasser gilt wie auf der Straße: Ab 0,5 Promille darfst du nicht paddeln.
  • Paddelboote gelten als Sportboote. Beachte Schilder und Durchfahrtverbote auf den Fließen. In Lehde gilt zusätzlich: Einfahrt mit Paddelbooten zwischen 11 und 16 Uhr gesperrt, danach nur in Fahrtrichtung der Kähne.

Alle Regeln und Hintergründe findest du unter Richtig paddeln auf spreewald.de.

Häufige Fragen zum Paddeln im Spreewald

Wo paddelt man im Spreewald am besten?
Die besten Einstiege liegen in Lübbenau, Burg und Lübben. Von dort erreichst du ruhige Fließe im UNESCO-Biosphärenreservat. Über 276 Kilometer der rund 1.500 km Gewässer sind schiffbar für Kanu und Kajak. Beliebtes Ziel ab Lübbenau ist das Inseldorf Lehde.
Welche Einstiege gibt es im Spreewald?
Klassische Tore zum Oberspreewald sind Lübbenau, Burg und Lübben. Dazu kommen das Inseldorf Lehde und der ruhige Einstieg in Raddusch. Mehr dazu in den Guides zu Lübbenau, Lübben, Lehde, Raddusch und dem Bootsverleih Spreeaue.
Braucht man eine App oder Offline-Karte zum Paddeln?
Nein, nötig ist sie nicht. Viele Verleihpartner geben Papierkarten und gute Tourenempfehlungen mit. Das Fließlabyrinth ist aber komplex. Apps wie Google Maps helfen hier wenig, weil sie nicht für die Navigation auf Wasserwegen ausgelegt sind. kayoro speichert Routen offline und führt dich auch ohne Netz durch die Fließe.
Welche Regeln gelten beim Paddeln im Spreewald?
Im UNESCO-Biosphärenreservat gelten verbindliche Naturschutzregeln: nur an gekennzeichneten Stellen ein- und aussteigen, Spreewaldkähne haben Vorfahrt, Abstand zum Ufer halten und nur bis eine Stunde nach Sonnenuntergang paddeln. In Lehde zusätzlich: Einfahrt mit Paddelbooten 11–16 Uhr gesperrt, danach Einbahnregel in Fahrtrichtung der Kähne. Details stehen beim Tourismusverband Spreewald und im Guide zu Lehde.